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Essen und Psyche

Warum essen wir das, was wir essen? Auch wenn wir wissen, dass es nicht gerade zu unserem Vorteil ist? Warum fällt es so schwer, gerade beim Essen "vernünftig" zu sein? Welche Faktoren bestimmen, was auf unserem Teller oder in unserem Magen landet? Mit diesen Fragen befasst sich die Ernährungspsychologie. Sie versucht aufzudecken, was unseren Ernährungsstil und unser Essverhalten bestimmt und wie es entsteht. Ohne Beachtung der Psyche muss jeder Versuch, sein Ernährungsverhalten zu ändern, scheitern.


Folgende Motive für die Lebensmittelauswahl listeten die Ernährungspsychologen Prof. Dr. Volker Pudel und Prof. Dr. Joachim Westenhöfer im Jahr 1998 auf:

Hunger: Ich habe einfach Hunger.
Geschmack: Erdbeeren mit Sahne schmecken mir so gut.
Ökonomische Gründe: Das gab's im Sonderangebot.
Kultur: Das Frühstück ist eine Brotmahlzeit.
Gewohnheit: Zum Frühstück esse ich immer Brot mit Marmelade.
Tradition: Den Gänsebraten zu Weichnachten
Stress: Bei Stress packt mich der Süßhunger.
Angebot: Das gab es in der Kantine.
Gesundheitsüberlegungen: Salat ist gesund; deshalb esse ich ihn.
Fitnessüberlegungen: Die Banane ist gut im Sport.
Soziale Gründe: Bei Fondue lässt es sich gut unterhalten.
Sozialer Status: Die Schulzes laden wir zu Hummer ein.
Abnehmen: Ich esse Obst, Gemüse und Salat, weil ich abnehmen will.
Verderb: Der Fisch muss gegessen werden, sonst verdirbt er.
Neugier: Mal sehen, wie das schmeckt.
Krankheitserfordernisse: Wegen meines Diabetes darf ich nicht so viel Zucker essen.
Futterneid: Das letzte Stück ist für mich.

     
     
     
 
© 2005-2011 BALANCE,
Birgit Junghans
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