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Nahrungsergänzung - notwendig  oder überflüssig

Es ist durchaus möglich, seinen Bedarf an allen Nährstoffen über das normale Essen zu decken. Die Frage ist nur: Isst man auch so gut, dass die Versorgung gesichert ist? Auch wenn die These, dass unsere Lebensmittel heute viel weniger Nährstoffe enthalten als früher, keiner wissenschaftlichen Betrachtung stand hält, so gibt es viele kritische Nährstoffe, die schwer abzudecken sind. Selbst bei einer guten und ausgewogenen Lebensmittelauswahl ist es ausgesprochen schwierig, beispielsweise Folsäure und Vitamin D in ausreichender Menge aufzunehmen.

Sobald die Lebensmittelauswahl in eine einseitige Richtung geht, erhöht sich das Risiko. Ob Unverträglichkeiten, Allergien oder einfach bestimmte Vorlieben für und Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel vorliegen, spielt dabei keine Rolle.   

Risikogruppen für eine unzureichende Versorgung:
Raucher
Sportler
Kranke und Rekonvaleszente
Schwangere und Stillende
Personen mit einer einseitigen Ernährungsweise (Abneigung gegen Gemüse, Fisch, Fleisch, Vollkornprodukten, Veganer)

Ob eine Nahrungsergänzung sinnvoll ist, kann ist durch eine Blutuntersuchung oder durch die Auswertung eines Ernährungsprotokolls zu erkennen. Eine gezielte Supplementierung mit bestimmten Nährstoffen erweist sich dann oft als sinnvoller als eine ,Allround-Supplementierung' mit einem Kombinationspräparat, in dem in der Regel ein weites Spektrum an Nährstoffen enthalten ist. Dies gilt besonders für ältere und kranke Menschen.

Übrigens: Zu Erkrankungen gehören auch Bluthochdruck, ungünstige Blutfettwerte wie Cholesterin und Triglyceride, hoher Blutzuckerspiegel, Übergewicht und zu großer Taillenumfang.

Diese Warnhinweise werden weitläufig nicht als Krankheit wahrgenommen, sind es aber. Es sind Elemente des metabolischen Syndroms.


Low Fat oder Low Carb?
Text aus der alten Homepage

Mein Kind ist kein Gemüse!

Häufig weigern sich Kinder, bestimmt Lebensmittel oder gar ganze Lebensmittelgruppen zu essen. So fallen beispielweise Lebensmittel durch, nur weil sie grün sind, oder weil grundsätzlich kein Gemüse akzeptiert wird. Manchmal sind es aber auch nur einzelne Gemüsesorten, die nicht beliebt sind. Das kann zum Problem werden, wenn viele Familienmitglieder mit am Tisch sitzen. Er erste sortiert die Erbsen aus, der zweite die Möhren. Ein dritter verweigert die Paprika und man selber ist vielleicht kein Freund von Reis, den dafür aber alle anderen mögen.

So macht Kochen wirklich keinen Spaß. Was tun?

Folgende Regeln können Ihnen vielleicht helfen:

  1. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.  Jeden Tag eine große Portion Gemüse zu essen ist selbstverständlich. Dabei gehört Abwechselung auf den Tisch: Versuchen Sie, jede Woche mindestens 5 verschiedenen Sorten Gemüse anzubieten. Weigert sich Ihr Kind, machen Sie kein großes Aufsehen. Versuchen Sie es zum probieren zu bringen, aber wenn das nicht gelingt, bitte nicht bestrafen. Dann wird's nur noch schlimmer!
  2. Überfordern Sie Ihr Kind nicht mit zu viel Entscheidungen, was es essen möchte. Fragen Sie nicht: "Was möchtest Du essen?" sondern "Möchtest Du einen Apfel oder eine Birne?"
  3. Lassen Sie Ihr Kind helfen bei der Zubereitung von Essen. Kinder können Tomaten und Gurken schneiden und den Tisch schön decken.
  4. Lassen Sie Ihr Kind auch einmal woanders essen, z. B. bei einem Freund oder einer Freundin oder im Kindergarten. In der Gemeinschaft mit anderen Kindern gerne Lebensmittel ausprobiert, die zuhause strikt abgelehnt werden.
  5. Nur weil ihr Kind einmal nein gesagt hat, muss das nicht immer so bleiben. Kinder ändern ihre Gewohnheiten schnell. Also streichen Sie ein Lebensmittel nicht gleich vom Speiseplan.
  6. Versuchen Sie nicht Ihr Kind zum Essen von bspw. Spinat zu bewegen, indem Sie ihm als Nachtisch eine Süßigkeit versprechen. Der Spinat wird so nur ein übles Hindernis auf dem Weg zum Süßen, was ihn nur noch unbeliebter macht.
  7. Verpacken Sie Gemüse interessant. Vielleicht wird es als Püree, Suppe oder Auflauf lieber angenommen. Sie dürfen es auch ruhig einmal überbacken.
  8. Rohes Gemüse mögen Kinder fast immer lieber. Schneiden Sie Möhren, Gurke, Paprika etc. klein, bereiten einen kleinen Dipp aus Quark und ein paar Kräutern dazu und stellen Sie ihn KOMMENTARLOS auf den Tisch. Essen Sie selbst wie selbstverständlich davon, Sie können Ihr Kind damit sogar neidisch machen. Rohkost gibt es jeden Tag - für Mutter und Vater auch!!!
 
     
     
     
 
© 2005-2010 BALANCE,
Birgit Junghans
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