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Warum funktionieren Diäten nicht?

Diäten machen hungrig und schlecht gelaunt, aber bestimmt nicht dauerhaft schlank. Diäten stülpen uns in den meisten Fällen ein Konzept über, dass mit unseren individuellen Vorlieben und Gewohnheiten nichts zu tun hat. Auch wenn es uns gelingt, über einen begrenzten Zeitrum von einigen Wochen den Vorschriften zu folgen, scheitern wir spätestens im nächsten Urlaub, bei der nächsten Einladung, dem bevorstehenden Weihnachtsfest oder wenn Sorgen und Probleme uns plötzlich belasten.


Ernährungsmediziner wissen inzwischen:
eine Ernährungsumstellung hat nur dann Aussicht auf langfristigen Erfolg, wenn Sie sich möglichst nah an die bisherige Ernährungsform anlehnt. Je mehr Gewohntes und Vertrautes bleiben darf, desto größer ist die Chance auf Dauerhaftigkeit.

Ernährungsberatung nimmt den Einzelnen ernst und sucht gemeinsam mit dem Betroffenen eine neue Ernährungsform, die im Alltag umsetzbar ist, die die Vorlieben und Abneigungen berücksichtigt.
Diäten dagegen geben meist ein strenges Mahlzeitenmuster vor. Einseitige Modediäten basieren überwiegend auf einer eingeschränkten Lebensmittelauswahl und einer starken Energiereduktion. Die sogenannten Formula-Diäten ersetzen ganze Mahlzeiten durch spezielle Drinks. Crashdiäten locken durch ihre kurze Dauer, enttäuschen aber danach mit einer noch schnelleren Gewichtszunahme. Die Blutgruppendiät verspricht Erfolg mit einem gänzlich anderen Prinzip, Trennkost, Low-Fat, Brigitte-Diät, Atkins-Diät und viele andere werben damit, dass sie "super-einfach" durchzuführen, sättigend und schmackhaft seien und garantiert zur langersehnten Abnahme führen. Aber was passiert nach Beendigung der Diät?

Eine von heute auf morgen übergestülpte neue Essweise hilft vielleicht kurzfristig, führt aber nicht zu einer Änderung des Essverhaltens, dass für immer beibehalten werden muss.


     
     
     
 
© 2005-2011 BALANCE,
Birgit Junghans
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