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Damit ,nach der Diät' nicht ,vor der Diät' ist.

Das Abnehmen hat gut funktioniert, die Kilos sind gepurzelt. Auf einmal war es auch gar nicht so schwer, die Motivation war hoch, man konnte sich gut kontrollieren und alles, was einem vorher unwiderstehlich anlachte,  hatte kaum noch einen Reiz. Der Erfolg und die Freude über den Gewichtsverlust dominiert. Im gleichen Maße wie die Kilos purzeln steigt das Selbstvertrauen. Ich kann es doch, ich bin nicht schwach, wieso habe ich das vorher nicht hinbekommen?  
Ist das Wunschgewicht erreicht, ist man total begeistert. Und dann?
Noch größer als die Freude über den Erfolg ist dann die Enttäuschung, wenn sich ein Kilo nach dem anderen wieder auf die Hüften mogelt.

"Ich habe toll abgenommen, aber als ich wieder normal gegessen habe, ging das Gewicht wieder nach oben".

Der Fehler liegt auf der Hand: Nicht die Diät war schlecht, mit dem ,normal essen' stimmt etwas nicht.
Man hat also jetzt die Wahl:

Möglichkeit 1: Ich mache Diät, nehme wieder zu, mache wieder Diät, nehme wieder zu, mache wieder Diät.............

Möglichkeit 2: Ich ändere meinen Lebensstil. Dieser besteht aus meiner Art zu essen, mich zu bewegen, zu schlafen, meine Freizeit zu verbringen...

Der zweite Weg ist umständlicher, erfordert erst einmal eine ganz ehrliche Analyse der  Situation, der Wünsche und Ziele und der Möglichkeiten. Danach geht's ans Verändern, langsam, Schritt für Schritt, aber immer positiv.

Es ist nicht verkehrt,  zunächst einmal mit einer guten Reduktionsdiät Gewicht zu verlieren. Aber während dieser Zeit sollten Sie sich intensiv mit Ihrer Lebenssituation, Ihren Gewohnheiten, Ihren Vorlieben und Abneigungen, Ihrem Essverhalten und  Ihrem Bewegungsverhalten auseinander setzten. Eine gute Begleitung während einer Reduktionsdiät hilft Ihnen dabei. Räumen Sie gründlich auf, erkennen Sie was Ihnen gut tut und was Ihnen schadet. Was davon ist zu ändern, was nicht? Wie schaffe ich es, mich wichtiger zu nehmen und den Dingen Platz einzuräumen, die mir und meinem Körper gut tun, und wie binde ich das in meine täglichen Aufgaben und Verpflichtungen ein?

Es wird schnell klar, das geht nicht innerhalb von zwei Wochen. Aber es ist entscheidend! Bereiten Sie während Sie abnehmen den Weg für die Zeit, wenn  Sie Ihr angestrebtes Gewicht erreicht haben, damit nicht nach der Diät vor der Diät ist.

Entscheidend für einen dauerhaften Gewichtsverlust ist: Man muss einen Lebensstil inklusive eines Ernährungsstils finden, mit dem man sich auf Dauer wohlfühlt. Essen ist Genuss und soll es auch bleiben. Genuss bedeutet nicht, dass ich mir immer und zu jeder Zeit all das zuzuführen, was einem gerade in den Kopf kommt. Genuss bedeutet nicht sieben mal in der Woche Fleisch zu essen, auch nicht jeden Tag Kuchen.

Genuss heißt auswählen, kritisch sein, sich nur wirklich Gutes gönnen und dies wahrzunehmen, sich darauf zu freuen.

Ich verspreche Ihnen: Wenn Sie Möglichkeit 2 wählen, geht es Ihnen besser! Keine Verbote, kein Hungern, kein absoluter Verzicht, aber ein bisschen Vernunft, Überlegung, Planung, Selbstüberwindung. Sprechen Sie mit Ihrem inneren Schweinehund und kündigen Sie ihm harte Zeiten an, denn Sie werden sich jetzt durchsetzten. Und vor allem: Seien Sie ehrlich zu sich selbst.

 
     
     
     
 
© 2005-2010 BALANCE,
Birgit Junghans
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